Gesundheit & Unterricht

Das Thema Gesundheit ist im Lehrplan verankert. Dies bedeutet, dass Zielsetzungen im Bereich der Gesundheit verbindlich sind, ohne dass ihnen ein fester zeitlicher Rahmen, etwa eine bestimmte wöchentliche Unterrichtszeit, eingeräumt wird. Für die Planung und Umsetzung von lehrplanbasierter Gesundheitsförderung und Prävention im Unterricht stehen Planungshilfen zur Verfügung.

Planungshilfen für den Unterricht und weitere Angebote

Zur Unterstützung der Lehrpersonen für die Planung und Umsetzung von lehrplanbasierter Gesundheitsförderung und Prävention im Unterricht stehen Planungshilfen zur Verfügung.

Kindergarten bis und mit 5. Klasse
Mit der Einführung des Zürcher Lehrplans 21 stehen den Schulen die Planungshilfen neu auf der folgender Plattform zur Verfügung: https://phzh.ch/plh-ges

Schulleitungen (gültig bis Ende Schuljahr 2019/20)

Kantonales Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen

Schulen, die der Gesundheitsförderung in ihrer Schulentwicklung eine Priorität einräumen, haben sich als Teil des Schweizerischen Netzwerks Gesundheitsfördernder Schulen zum Kantonalen Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen zusammengeschlossen.
„Gesundheitsfördernde Schulen“ sind nicht a priori „gesunde Schulen“, sie haben sich jedoch dazu verpflichtet, die Gesundheitsförderung im Schulleben strukturell zu verankern und explizit im Schulprogramm festzuschreiben. Es sind Schulen, die von ihren konkreten Gegebenheiten und ihren spezifischen Problemen und Anliegen ausgehen und die bereit sind, sich auf einen Entwicklungsprozess einzulassen. Unter Mitwirkung aller Beteiligten gestalten sie ihre „Lebenswelt" so, dass die Schule ein Ort ist wo:

  • Gesundheit gefördert wird
  • persönliche Gesundheitspotenziale aller Beteiligten entwickelt werden
  • gemeinschaftliche Problemlösungskapazitäten gefördert werden
  • Gesundheitsrisiken thematisiert und eliminiert werden
  • sich alle Beteiligten wohl fühlen und gute Leistungen erbringen können.

Das Kantonale Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen wird vom Fachbereich Gesundheitsförderung und Prävention der Pädagogischen Hochschule Zürich in Zusammenarbeit mit den Regionalen Suchtpräventionsstellen des Kantons Zürich (RSPS) koordiniert und geleitet.

Kantonale Angebote zu Bewegung und Ernährung bei Kindern und Jugendlichen

Mangelnde Bewegung und unausgewogene Ernährung bei Kindern und Jugendlichen sind wesentliche Faktoren für Übergewicht im Erwachsenenalter und für damit einhergehende Folgekrankheiten wie Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes Typ 2, und einigen Formen von Krebs. Aufbauend auf den Erfahrungen des Kantonalen Aktionsprogramms «Leichter leben ­– Gesundes Körpergewicht im Kanton Zürich 2009 – 2016» werden von 2017 – 2020 ausgewählte und bewährte Angebote zur Förderung regelmässiger Bewegung und ausgewogener Ernährung bei Kindern und Jugendlichen unterstützt.

Die Angebote wurden in einer direktionsübergreifenden Zusammenarbeit ausgewählt und unterstützt sowie durch Gesundheitsförderung Schweiz zur Hälfte mitfinanziert.

Psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen 2017/18

Um die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu stärken, werden in Zusammenarbeit mit Gesundheitsförderung Schweiz Massnahmen umgesetzt, die in verschiedenen Bereichen ansetzen. Das Programm beinhaltet:

  • Lebenskompetenztrainings in der Schule zur Stärkung der Ressourcen Jugendlicher und Massnahmen zur Etablierung und Aufrechterhaltung eines guten Schulklimas
  • Schulungen und Informationen für Eltern, um sie in ihren Erziehungskompetenzen und persönlichen Ressourcen zu stärken
  • Angebote für Jugendliche im Freizeitbereich zur Förderung der Lebenskompetenzen und zur Vermittlung sozialer Stabilität
  • Finanzielle Unterstützung bei der Beratung von Schulteams

Stopp Gewalt an Schulen

Wie können Lehrpersonen und Eltern Gewalt unter Kindern und Jugendlichen wirksam begegnen? Antworten und Unterstützungsangebote zu dieser Frage bietet die Bildungsdirektion auf der Internetplattform www.stopp-gewalt.zh.ch

Sexualerziehung

Im Rahmen der Zielsetzungen des Lehrplans sind die Lehrpersonen verpflichtet, Aspekte der Sexualerziehung in ihren Unterricht einzubauen. Ziele und Inhalte sind insbesondere zu finden im Bereich «Mensch und Umwelt» im Unterrichtsgegenstand «Lebenskunde und Realien» und dort unter dem Inhaltsaspekt «Individuum und Gemeinschaft».

Die Verantwortung für die Sexualerziehung liegt in erster Linie bei den Eltern beziehungsweise den Erziehungsverantwortlichen der Kinder. Die Volksschule unterstützt und ergänzt die elterliche Sexualerziehung im Rahmen ihres Bildungs- und Erziehungsauftrages. Eltern sollen vorab informiert werden, wenn im geplanten Unterricht Themen angesprochen werden, die als Eingriff in ihre Erziehungsverantwortung wahrgenommen werden könnten.

Zur Unterstützung der Lehrpersonen für die Planung und Umsetzung von lehrplanbasierter Sexualerziehung und von HIV/Aidsprävention im Unterricht stehen Planungshilfen zur Verfügung. Sie liegen in stufenspezifischen Varianten für die Mittel- und Sekundarstufe vor und sind Teil der Planungshilfen «Gesundheitsförderung und Prävention». Die Planungshilfen enthalten unter anderem Angaben zu geeigneten Unterrichtsmaterialien.

Kinderparcours «Mein Körper gehört mir»

Die vom Lotteriefonds und der Bildungsdirektion unterstützte Sonderausstellung zur Prävention sexueller Ausbeutung kann von den Schulen gebucht werden. Informationen erhalten Sie unter www.kinderparcours.ch