Schulärztlicher Dienst

Schulen und Schulbehörden

Bei Ausbruch von übertragbaren Krankheiten an Schulen ist eine gute Zusammenarbeit zwischen der Schule und der zuständigen Schulärztin / dem zuständigen Schularzt wichtig.

Schwerhörigkeit

Bei Schulschwierigkeiten sollten Lehrpersonen auch an eine Schwerhörigkeit denken. Das Informationsblatt des Zentrums für Gehör und Sprache gibt Aufschluss über die mögliche Symptomatik und Vorgehensweise. Lehrpersonen können sich auch mit ihren Schulärztinnen oder Schulärzten absprechen. Mit Einverständnis der Eltern können Schulärztinnen und Schulärzte eine professionelle Audiometrie durchführen, bevor aufwendige Abklärungen eingeleitet werden. 

activdispens.ch - Bewegung trotz Sportdispens

«Eine völlige Freistellung vom Sport in der Krankheits-, Verletzungs- und Behinderungsphase widerspricht in zahlreichen Fällen den heutigen Kenntnissen und Erfahrungen der Sportmedizin» (Hebestreit et al.). «activdispens.ch - Bewegung trotz Sportdispens» bietet sportunterrichtenden Lehrpersonen ein Instrument, um teilzeitdispensierte Kinder und Jugendliche im angepassten Rahmen in den Schulsport zu integrieren. Schulen und Schulbehörden können bei ihrer Schulärztin / ihrem Schularzt eine Zweitmeinung betreffend Arztzeugnisse einholen und gegebenenfalls das activdispens-Arztzeugnis ausfüllen lassen, sofern dieses bei einem teildispensierten Kind oder Jugendlichen nicht bereits vorhanden ist.

Prävention HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen

Die epidemiologische Überwachung zeigt eine Abnahme der gemeldeten HIV-Neuinfektionen in den letzten 10 Jahren. Dank den wirksamen antiretroviralen Medikamenten (ART), die ein Leben lang eingenommen werden, bricht Aids seltener aus und HIV-positive Menschen können ein normales Leben mit guter Lebensqualität führen. Im Gegensatz dazu sind die anderen sexuell übertragbaren Infektionen - in der englischen Abkürzung STI genannt – zunehmend und in der Öffentlichkeit weniger bekannt. Gemäss Nationalem Programm HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (NPHS) bleibt die Interventionsachse I mit Sensibilisierung der Bevölkerung, die altersgerechte Sexualerziehung im Lehrplan 21 und die Befähigung der Lehrpersonen in ihrer Aus- und Weiterbildung an der Pädagogischen Hochschule zu einem qualitativ guten Sexualunterricht von Bedeutung. Für einen verantwortungsbewusst geführten sexualkundlichen Unterricht stehen den Lehrpersonen Planungshilfen der Pädagogischen Hochschule Zürich zur Verfügung.

Sexualpädagogische Fachstellen im Kanton Zürich und der Stadt Zürich, die von der Bildungsdirektion subventioniert werden, bieten sexualpädagogische Angebote in Schulklassen als Ergänzung zum sexualkundlichen Unterricht der Schule an.