Schulärztlicher Dienst

Schulen und Schulbehörden

Bei Ausbruch von übertragbaren Krankheiten an Schulen ist eine gute Zusammenarbeit zwischen der Schule und der zuständigen Schulärztin / dem zuständigen Schularzt wichtig.

Schwerhörigkeit

Bei Schulschwierigkeiten sollten Lehrpersonen auch an eine Schwerhörigkeit denken. Das Informationsblatt des Zentrums für Gehör und Sprache gibt Aufschluss über die mögliche Symptomatik und Vorgehensweise. Lehrpersonen können sich auch mit ihren Schulärztinnen oder Schulärzten absprechen. Mit Einverständnis der Eltern können Schulärztinnen und Schulärzte eine professionelle Audiometrie durchführen, bevor aufwendige Abklärungen eingeleitet werden. 

activdispens.ch - Bewegung trotz Sportdispens

«Eine völlige Freistellung vom Sport in der Krankheits-, Verletzungs- und Behinderungsphase widerspricht in zahlreichen Fällen den heutigen Kenntnissen und Erfahrungen der Sportmedizin» (Hebestreit et al.). «activdispens.ch - Bewegung trotz Sportdispens» bietet sportunterrichtenden Lehrpersonen ein Instrument, um teilzeitdispensierte Kinder und Jugendliche im angepassten Rahmen in den Schulsport zu integrieren. Schulen und Schulbehörden können bei ihrer Schulärztin / ihrem Schularzt eine Zweitmeinung betreffend Arztzeugnisse einholen und gegebenenfalls das activdispens-Arztzeugnis ausfüllen lassen, sofern dieses bei einem teildispensierten Kind oder Jugendlichen nicht bereits vorhanden ist.

HIV-Prävention

Angesichts der Tatsache, dass die Anzahl HIV-infizierter Personen in der Bevölkerung wieder ansteigt, die Aidserkrankung auch 20 Jahre nach ihrer Entdeckung immer noch nicht heilbar ist und die Entwicklung eines Impfstoffes noch keine erfolgversprechenden Resultate liefern konnte, muss die Prävention konsequent weitergeführt werden.

Im Bereich Volksschule wurde die Notwendigkeit einer systematischen HIV/AIDS-Aufklärung im Kanton Zürich bereits in den 80-er Jahren erkannt. Mit einem Erziehungsratsbeschluss wurde die HIV/AIDS-Prävention im Jahr 1988 zum verpflichtenden Lehrinhalt und ist seither Bestandteil des kantonalen Lehrplans der Volksschule.

Es ist unbestritten, dass die Volksschule der Ort ist, an dem HIV/AIDS-Prävention systematisch durchgeführt werden muss. Im Alter von 15 Jahren haben in der Schweiz 20,6 % der Mädchen und 25,1 % der Jungen bereits Geschlechtsverkehr; die Zahlen im Kanton Zürich liegen noch etwas höher. Bis zu diesem Zeitpunkt sollte jede Schülerin, jeder Schüler ausführlich über das Thema HIV/AIDS informiert sein. Wie eine neue Untersuchung im Kanton Zürich zeigt, haben bis zu 40 % der Schülerinnen und Schüler am Ende der Volksschulzeit einen ungenügenden Wissensstand über HIV/AIDS.

Wir sind deshalb gefordert, die HIV/AIDS-Prävention an der Volksschule des Kantons Zürich zu verbessern.

Wir bitten die Schulpflegen, sich zu orientieren, wie die HIV/AIDS-Prävention an ihrer Schule durchgeführt wird und laden sie höflich ein, Kontakt mit der Schulärztin/dem Schularzt aufzunehmen.