Tagesstrukturen

Unterrichts- und familienergänzende Tagesstrukturen

Tagesstrukturen

Die Begriffe wie Kinderkrippe, Kita oder Kindertagesstätte, Hort, Schülerclub, Tagesfamilie, Mittagstisch oder Tagesschule bezeichnen verschiedene Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche ab Geburt bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit.

Das Volksschulamt ist zuständig für die unterrichtsergänzenden Tagesstrukturen vom Schuleingang bis zur Sekundarstufe I. Die Volksschulverordnung verpflichtet die Gemeinden, an Schultagen von 7.30 Uhr bis 18.00 Uhr dem Bedarf entsprechende Tagesstrukturen anzubieten. Das Angebot an Tagesstrukturen ist kommunal geregelt und dementsprechend unterschiedlich ausgebaut. In der Regel ist das Betreuungsangebot modulartig wählbar und einkommensabhängig kostenpflichtig. Die Betreuung im Vorschulbereich liegt im Zuständigkeitsbereich des Amts für Jugend- und Berufsberatung (AJB). Dort spricht man von familienergänzender Kinderbetreuung.

Finanzielle Unterstützung vom Bund

Seit 2003 leistet der Bund Finanzhilfe für unterrichts- und familienergänzende Kinderbetreuung. Beitragsberechtigt sind Neugründungen von Betreuungsangeboten mit mindestens 10 Plätzen an vier Wochentagen und der Ausbau von bestehenden Angeboten um mindestens 10 Plätze.

Seit dem 1. Juli 2018 unterstützt der Bund zusätzlich jene Kantone und Gemeinden, welche die Kosten der Eltern für die familienergänzende Kinderbetreuung senken. Ausserdem fördert er Projekte von Kantonen und Gemeinden, mit denen Betreuungsangebote besser auf die Bedürfnisse berufstätiger Eltern ausgerichtet werden (Neue Finanzhilfen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf). Mögliche vom Bund unterstützte Projekte sind: gemeinsam mit der Schule organisierte Betreuungsangebote für Schulkinder, Betreuungsangebote für Eltern mit unregelmässigen Arbeitszeiten oder Betreuungsangebote ausserhalb der üblichen Öffnungszeiten.

Die genauen Bedingungen für eine Beitragsberechtigung finden Sie auf der Website des Bundesamtes für Sozialversicherung.