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Deutsch

Deutsch

Förderung der Bildungssprache
Besonderes Augenmerk erhalten diejenigen komplexen Deutschkompetenzen, die für das schulische Lernen unabdingbar sind und die im Fachjargon Bildungssprache, Schulsprache, Literalität oder CALP-Fertigkeiten (Cognitive Academic Language Proficiency) genannt werden. Diese Sprache ist näher bei der Schriftlichkeit als die Alltagssprache. Sie ist ausführlicher und genauer als die mündliche Sprache und verlangt einen entsprechenden Wortschatz. 

Förderung der Sprachkompetenz als Aufgabe aller Fachbereiche
Die Förderung der Sprachkompetenz in allen Fachbereichen ist ein entscheidender Schlüssel zum Schulerfolg. Vorstellungen und Begriffe von Gegenständen und Situationen entwickeln sich mit und in der Sprache. Deshalb muss Fachunterricht immer ein Stück weit auch Sprachunterricht sein. Im Fachunterricht lernen Schülerinnen und Schüler u.a. neue Begriffe, die zur Erweiterung ihrer Sprachkompetenz führen.

Umgang mit Mundart und Standardsprache
Die meisten Kinder bringen bereits Erfahrungen mit Mundart und Standardsprache mit. An diesen Erfahrungen knüpft die Volksschule an, um beide Sprachformen spielerisch zu erproben, das vorhandene Interesse an Sprachen zu verstärken sowie Gebrauch und Funktion von Mundart und Standardsprache zu reflektieren. Im Deutschunterricht lernen die Schülerinnen und Schüler, Mundart und Standardsprache situationsangepasst, kreativ, sorgfältig und sprachlich korrekt
anzuwenden.

Standardsprache ist ab der Primarstufe verbindliche Schulsprache. Hierzu finden Sie nützliche Hinweise im Handbuch Hochdeutsch (Bestellmöglichkeit im Lehrmittelverlag Zürich) und in der untenstehenden Broschüre:

Kinder nichtdeutscher Erstsprache
Kinder nichtdeutscher Erstsprache bringen je nach ihren ausserschulischen Spracherfahrungen allenfalls weniger Erfahrungen mit Mundart und Standardsprache mit. Lehrpersonen unterstützen Schülerinnen und Schüler mitDeutsch als Zweitsprache (DaZ) durch einen bewussten Umgang mit Mundart und Standardsprache sowie deren Wortschatz und Grammatik. Im ergänzenden DaZ-Unterricht wird das Lernen der Standardsprache gefördert.

Schulschrift
Die Schülerinnen und Schüler lernen, in einer persönlichen Handschrift leserlich und geläufig zu schreiben. Zu Beginn werden die Buchstabenformen eingeführt, die zur teilverbundenen Schrift weiterentwickelt werden. Darauf aufbauend entwickeln die Schülerinnen und Schüler eine persönliche Handschrift. Sie werden vom 1. Zyklus an für eine günstige Körperhaltung und optimale Abläufe des Schreibprozesses sensibilisiert.

Tastaturschreiben
Die Schülerinnen und Schüler lernen, die Computer-Tastatur effizient zu nutzen. Sie lernen von Beginn an, auf eine ergonomische Platzierung der Finger und Hände zu achten. Im 2. und 3. Zyklus bietet sich die individuelle Schulung mittels geeigneter Tastaturschreib-Lernprogramme zum eigenständigen Lernen im Rahmen von offenen Unterrichtsformen an. Die blinde, perfekte Beherrschung der Tastatur zu erwerben (Zehnfingersystem), ist nicht Ziel der Volksschule.