Materialien

Lehrplanvergleich

Vergleich zwischen dem neuen und dem alten Lehrplan
Im Lehrplanvergleich werden die Entsprechungen und die Unterschiede zwischen dem Zürcher Lehrplan 21 und dem Lehrplan für die Volksschule des Kantons Zürich von 1991 aufgezeigt. Damit erhalten Schulbehörden, Schulleitungen und Lehrpersonen einen Überblick über die Neuerungen und ein Nachschlagewerk mit den zentralen Unterschieden in den einzelnen Fachbereichen.

Kompetenzorientiert fördern & beurteilen

Kompetenzen im Lehrplan 21
Im neuen Lehrplan sind Kompetenzen beschrieben. Diese zeigen auf, was alle Schülerinnen und Schüler wissen und können sollen. Er zeigt auf, wie die einzelnen Kompetenzen über die ganze Volksschulzeit aufgebaut werden, legt Grundansprüche fest und formuliert weiterführende Kompetenzstufen. Die Grundansprüche in den Fachbereichen Mathematik, Fremdsprachen, Schulsprache und Naturwissenschaften orientieren sich an den nationalen Bildungsstandards (Grundkompetenzen). 

Dem Lehrplan 21 liegt das Verständnis zugrunde, dass kompetenzorientiertes Lehren und Lernen die Aspekte Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, Haltungen und Einstellungen verbindet. Demnach ist die Kompetenz als Zusammenspiel von Wissen, Können und Wollen zu verstehen. Weitere Hinweise zur Kompetenzorientierung finden Sie im Lehrplan im Kapitel Grundlagen.

Broschüre zum kompetenzorientierten Unterrichten
Die Broschüre leistet einen Beitrag zu einem gemeinsamen Verständnis von kompetenzorientiertem Unterrichten unter den Beteiligten des Bildungswesens. Sie steht als leicht überarbeitete Neuauflage zur Verfügung. Zürcher Volksschulen und Lehrpersonen können sie kostenlos beim Lehrmittelverlag Zürich beziehen (Artikel-Nr. 648615.04). Ausserkantonale Interessierte erhalten die Broschüre zum Selbstkostenpreis auf Anfrage (siehe Kontakt).  

Broschüre zum kompetenzorientiert Beurteilen
Die Broschüre zeigt anhand von Unterrichtsbeispielen auf, was kompetenzorientierte Beurteilung ausmacht und wie sie im Unterrichtsalltag integriert wird. Zürcher Volksschulen und Lehrpersonen können die Broschüre kostenlos beim Lehrmittelverlag Zürich beziehen (Artikel.Nr. 648610.04). Ausserkantonale Interessierte erhalten die Broschüre zum Selbstkostenpreis auf Anfrage (siehe Kontakt). 

Referat/Film

Dieter Rüttimann präsentiert in seinem Referat Grundlagen des kompetenzorientierten Unterrichtens sowie praktische Aufgabenbeispiele.

PH Zürich
Auf der Website der PH Zürich finden Sie Informationen zum kompetenzorientierten Unterrichten in den einzelnen Fachbereichen, Clips zur Kompetenzorientierung und Unterrichtsfilme.

 

Zeugnis

Anpassung der Zeugnisse
Der Bildungsrat hat entschieden, dass die Grundstruktur und die Frequenz der Zeugnisse in der Volksschule mit dem neuen Lehrplan beibehalten werden. Vor allfälligen Änderungen der Zeugnisse soll der neue Lehrplan eingeführt und die Beurteilungspraxis weiterentwickelt werden. Zu diesem Zweck werden Unterstützungsmaterialien zur Beurteilung ausgearbeitet und Weiterbildungen angeboten. 

Die Bezeichnungen der Fachbereiche im Zeugnis werden angepasst. Sie richten sich nach der Lektionentafel, die der Bildungsrat im Frühling 2017 erlässt.  

Broschüre zum Zeugnis und zu Schullaufbahnentscheiden
Die bestehende Broschüre Zeugnis und Schullaufbahnentscheide wird aktualisiert und im Herbst 2017 aufgeschaltet.

Lehrmittel

Für die erfolgreiche Einführung und Umsetzung des neuen Lehrplans sind geeignete Lehrmittel zentral. Der Lehrmittelverlag Zürich orientiert sich in seiner Planung seit 2012 am Lehrplan 21. Der Bildungsrat hat sich im Hinblick auf die Einführung des neuen Lehrplans schon mehrmals mit der Lehrmittelangebot auseinandergesetzt, zuletzt im Oktober 2016 (BRB 23/2016). Die Situation zeigt sich günstig. Neuere Lehrmittel, insbesondere in Deutsch und Mathematik, sind bereits weitgehend auf den Lehrplan 21 abgestimmt. In den übrigen Fachbereichen werden Lehrmittel derzeit überarbeitet oder neu entwickelt. Vertiefte Informationen hierzu finden Sie in folgenden Übersichten: 

ICT-Infrastruktur

Der neue Lehrplan, neue Lehrmittel und Lernfördersysteme (Lernlupe, Stellwerk) stellen erhöhte Anforderungen an die ICT-Infrastruktur. Deshalb hat der Bildungsrat seine Empfehlungen, die er 2012 mit dem ICT-Guide gesetzt hatte, im November 2016 bekräftigt und den Gemeinden bis 2022 eine Weiterentwicklung empfohlen. Der Kanton wird die Gemeinden bei dieser Entwicklung mit Modellen zur Umsetzung unterstützen (BRB 24/2016). Vertiefte Informationen finden Sie in den folgenden Berichten:

Übergänge

Übergänge allgemein
Im Volksschulbereich haben Kinder und Jugendliche verschiedene Übergänge zu bewältigen: Von der Vorschulzeit (aus der Familie, Krippe, Tagesfamilie, Hort) in den Kindergarten, vom Kindergarten in die Primarschule, von der Primarschule in die Sekundarstufe I und anschliessend auf die Sekundarstufe II. Hinweise dazu finden Sie hier: Übergänge.

Klassen- bzw. Lehrpersonenwechsel auf der Primarstufe
Hinweise zum Klassen- bzw. Lehrpersonenwechsel auf der Primarstufe im Zusammenhang mit dem Zürcher Lehrplan 21 werden im Herbst 2017 aufgeschaltet.

Sonderpädagogik

Broschüre zur Umsetzung des Zürcher Lehrplans 21 für Schülerinnen und Schüler mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen
Zur Unterstützung der Schulen und Lehrpersonen wird eine Broschüre ausgearbeitet, die aufzeigt, wie der neue Lehrplan mit Kindern und Jugendlichen mit besonderen pädagogischen Bedürfnisse umgesetzt werden kann. Die Broschüre erscheint anfangs 2018. 

Kompetenzstufen für den sonderpädagogischen Bereich
Im Bereich der Sonderschulung werden auch Schülerinnen und Schüler mit besonderem Bildungsbedarf unterrichtet, die aufgrund ihrer Behinderung (noch) nicht am Erwerb der Kompetenzen, die der Lehrplan im ersten Zyklus beschreibt, arbeiten können. Als Ergänzung zum Lehrplan werden deshalb Kompetenzstufen entwickelt, die den im ersten Zyklus beschriebenen Kompetenzstufen vorangehen. Mit diesen Kompetenzstufen wird der neue Lehrplan für alle Schülerinnen und Schüler gelten.

Zur Zielgruppe der Kompetenzstufen vor dem ersten Zyklus des Lehrplans 21 gehören:

  • Sonderschülerinnen und -schüler mit besonderem Bildungsbedarf, deren Entwicklungsstand es aufgrund ihrer geistigen oder mehrfachen Behinderung nicht ermöglicht, im Schulalter an den im ersten Zyklus beschriebenen Kompetenzstufen zu arbeiten.

Davon profitieren können auch:

  • Regelschülerinnen und -schüler mit leichten partiellen Entwicklungsverzögerungen, welche beim Eintritt in den Kindergarten in einzelnen Bereichen noch nicht an den im ersten Zyklus beschriebenen Kompetenzstufen arbeiten können.

Die Kompetenzstufen für den sonderpädagogischen Bereich werden Anfang 2018 vorliegen.