Zürcher Lehrplan 21

Einführung

Ab Schuljahr 2019/20 arbeiten alle Schulen im Kanton Zürich nach dem Zürcher Lehrplan 21.
Die Einführung des Zürcher Lehrplans 21 in den Schulen erfolgte in zwei Etappen: Im Kindergarten und in der Primarschule bis zur 5. Klasse trat der neue Lehrplan im Schuljahr 2018/19 in Kraft, in der 6. Klasse und in der Sekundarschule im Schuljahr 2019/20 (BRB 50/2015).
Der Zürcher Lehrplan 21 löst den Lehrplan für die Volksschule von 1991 ab.

Die Schule nimmt ihren gewohnten Gang.
Für Eltern und ihre schulpflichtigen Kinder nimmt die Schule ihren gewohnten Gang. Die Lehrerinnen und Lehrer sind gut auf die Einführung des neuen Lehrplans vorbereitet und richten ihren Unterricht darauf aus. Wichtig zu wissen ist: Mit der Einführung des Zürcher Lehrplans 21 wird die Schule und der Unterricht nicht von Grund auf neu erfunden. Der Lehrplan soll jedoch als Impuls für die lokale Unterrichtsentwicklung genutzt werden.

Umsetzung
Die Verantwortung für die Umsetzung des neuen Lehrplans liegt in den Gemeinden bei den Schulbehörden, den Schulleitungen und den Lehrerinnen und Lehrern. Das Volksschulamt unterstützt die Einführung des Zürcher Lehrplans 21 mit Planungsgrundlagen, mit umfassenden, fortlaufend ergänzten Materialien und – in Zusammenarbeit mit den Aus- und Weiterbildungsinstitutionen – mit Angeboten zur Qualifikation & Weiterbildung der verschiedenen Beteiligten.

Lehrplan

Der neue Zürcher Lehrplan 21 ist unter zh.lehrplan.ch verfügbar.
Zürcher Volksschulen und Lehrpersonen können den gedruckten Lehrplan beim Lehrmittelverlag Zürich zum Selbstkostenpreis von CHF 38.00 beziehen (Artikel-Nr. 636700.04).

Am 13. März 2017 hat der Bildungsrat den Lehrplan für die Volksschule des Kantons Zürich auf der Grundlage des Lehrplans 21 erlassen (BRB 4/2017). Mit seinem Beschluss legt der Bildungsrat die Inhalte des neuen Lehrplans fest, wie sie im Rahmen der Vernehmlassung bestätigt wurden. Diese umfassen die einleitenden Kapitel und die 363 Kompetenzen, welche die Schülerinnen und Schüler im Laufe der Volksschule erwerben sollen. Gleichzeitig hat der Bildungsrat die neue Lektionentafel unter Berücksichtigung der Vernehmlassungsergebnisse beschlossen. Mit ihr liegt eine bei den Partnern des Schulfelds breit akzeptierte Lösung vor (BRB 5/2017).  

Zeugnisse und Beurteilung

Struktur und Häufigkeit
Die bisherige Struktur und die Häufigkeit der Zeugnisse bleiben mit der Einführung des Lehrplans 21 im Kanton Zürich erhalten. Die Zeugnisse werden hingegen begrifflich auf den neuen Lehrplan abgestimmt. Die entsprechenden Änderungen im Zeugnisreglement und weitere Anpassungen hat der Bildungsrat am 4. Dezember 2017 beschlossen. 

Zeugnisformular und Unterlagen
Die Zeugnisformulare für den Kindergarten und die Primarschule bis zur 5. Klasse sind bereits an den Zürcher Lehrplan 21 angepasst. Auf Beginn des Schuljahrs 2019/2020 folgen die neuen Zeugnisformulare für die 6. Primarklasse und die Sekundarschule.  

Bewährtes und Neues mit dem Lehrplan 21

Kompetenzen
Im neuen Lehrplan sind Kompetenzen beschrieben. Diese zeigen auf, was alle Schülerinnen und Schüler wissen und können sollen. Die mit der Kompetenzorientierung verbundenen Veränderungen schliessen an Entwicklungen an, die bereits seit längerem an den Schulen stattfinden und in der Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen vermittelt werden. Kompetenzorientierter Unterricht orientiert sich an den Merkmalen eines guten Unterrichts und baut auf der lokalen Entwicklung der Schulen auf. Vertiefte Informationen hierzu finden Sie in der Rubrik Materialien. 

Lehrmittel
Zu den Vorteilen des Lehrplans 21 gehört, dass sich die Lehrmittel und die Instrumente zur Standortbestimmung und Förderung auf ihn beziehen. Vertiefte Informationen hierzu finden Sie in der Rubrik Materialien.

Konsultation und Vernehmlassung

Zum Lehrplan 21 fanden 2013 eine Konsultation und 2016 eine Vernehmlassung statt. Im Zentrum der Vernehmlassung von 2016 standen die Anpassungen und Ergänzungen, unter anderem die Lektionentafel, die ab 2015 für den Kanton Zürich ausgearbeitet worden sind (BRB 5/2015, BRB 21/2015, BRB 50/2015).