Fokus Starke Lernbeziehungen (FSL)

Überblick

Eine grosse Anzahl Lehrpersonen an einer Klasse kann zu einer erhöhten Belastung der Schülerinnen und Schüler und der Lehrpersonen führen. Dies zeigen Resultate aus dem Projekt Belastung/Entlastung und Rückmeldungen aus dem Schulfeld. Mit dem Schulversuch Fokus Starke Lernbeziehungen (FSL) wird das Ziel verfolgt, die Zahl der an einer Klasse tätigen Lehrpersonen zu reduzieren. Erreicht werden soll dieses Ziel durch die Umlagerung von Ressourcen aus verschiedenen Unterstützungs- und Fördermassnahmen in die Regelkasse. Auch Schülerinnen und Schüler mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen sollen weitgehend im Rahmen des Regelklassenunterrichts gefördert werden.

Vorgesehen ist, dass in der Regel zwei Lehrpersonen möglichst alle Fächer unterrichten und zumindest teilweise auch die Ziele aus den Unterstützungs- und Fördermassnahmen für Schülerinnen und Schüler mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen übernehmen. Es soll aufgezeigt werden, ob durch die Reduktion der Anzahl Lehrpersonen der Aufwand für Koordination und Absprachen verringert und die Lernbeziehung zwischen Lehrperson und Schülerinnen und Schülern verstärkt werden kann.

Die veränderte Organisation muss weiterhin eine hohe Qualität des Bildungsangebots für alle Schülerinnen und Schüler gewährleisten. Die Regelklassenlehrpersonen werden dazu von den sonderpädagogischen Fachpersonen vor Ort beraten und unterstützt.

Im Dezember 2012 hat der Regierungsrat beschlossen, einen freiwilligen Schulversuch durchzuführen. Der Schlussbericht der wissenschaftlichen Evaluation wird im Frühling 2018 dem Bildungsrat vorgelegt. Danach wird über das weitere Vorgehen entschieden. Bis feststeht, ob aufgrund des Versuchs gesetzliche Grundlagen angepasst werden sollen, erhalten die beteiligten Schulen Planungssicherheit. Dazu hat der Regierungsrat im Februar 2017 den Schulversuch bis Ende Schuljahr 2021/22 verlängert.

Rahmenbedingungen und Grundlagen

Regierungsratsbeschlüsse