Abwesenheit & Urlaub

Unbezahlter Urlaub

Für die Bewilligung von unbezahltem Urlaub ist die Gemeinde (Schulpflege oder Schulleitung) zuständig. Bei Lehrpersonen muss die Stellvertretung gewährleistet sein. Der Sektor Personal kann bei der Suche nicht behilflich sein. Die Lehrperson stellt einen schriftlichen Urlaubsantrag an die Schulpflege.

Grundsatz: Unterrichtet eine Lehrperson die ganze Woche nicht, ist der unbezahlte Urlaub für eine ganze Woche unabhängig der Anzahl Unterrichtstage auszustellen.

Beispiel: Eine Lehrperson mit einem Beschäftigungsgrad von 35 % unterrichtet total
7 Wochenlektionen, jeweils am Dienstag. Sie verlängert ihre Herbstferien um eine Woche und unterrichtet am Dienstag, 24. Oktober 2017 nicht. Der unbezahlte Urlaub wird somit für die Zeit vom 23. bis 27. Oktober 2017 verfügt und nicht nur für den Dienstag.

Die Schulpflege erstellt die Verfügung ´Unbezahlter Urlaub´ und sendet sie an das Volksschulamt. Bei einem längeren unbezahlten Urlaub (mehr als 20 Tage) muss die Verfügung mindestens 40 Tage vor Urlaubsbeginn im Volksschulamt eintreffen. Das Volksschulamt berechnet den Schulferienanteil und legt die Lohnsistierung fest. Diese wird auf der Verfügung 'Abwesenheit unbezahlter Urlaub' festgehalten.

Das Volksschulamt sendet die Verfügungen unter Beilage der Information 'Unbezahlter Urlaub' an die Lehrperson. Die Schulpflege erhält eine doppelseitige Kopie.
 

Wichtiger Hinweis

Während des unbezahlten Urlaubs ruhen grundsätzlich alle Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis. Deshalb wird in dieser Zeit weder ein Lohn ausgerichtet noch eine Lohnfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit gewährt.

Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Gewährung eines unbezahlten Urlaubs. Da das Begehren durch die Lehrperson, die Schulleiterin oder den Schulleiter gestellt wird und der Arbeitgeber im Hinblick auf einen gewährten unbezahlten Urlaubs diverse Vorkehrungen zu treffen hat, trägt auch die Lehrperson, die Schulleiterin oder der Schulleiter selber das Risiko einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit bei einem bereits verfügten unbezahlten Urlaub. Dasselbe gilt, wenn die für die Zeit des Urlaubs geplanten Aktivitäten aus anderen Gründen nicht durchgeführt werden können. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Arbeitsunfähigkeit oder die anderen Gründe noch vor Antritt des unbezahlten Urlaubs oder erst während des Urlaubs eintreten. Die Lehrperson, die Schulleiterin oder der Schulleiter hat kein Anrecht, dass aus solchen Gründen der unbezahlte Urlaub widerrufen wird.

Lohnsistierung von mehr als 30 Tagen

Unfallversicherung
Dauert die Lohnsistierung länger als einen Monat, ist die Deckung für Nichtberufsunfälle nicht mehr gewährleistet. Diese kann anschliessend für monatlich Fr. 40.- um maximal sechs Monate verlängert werden (Abredeversicherung).
Das entsprechende Formular (mit Einzahlungsschein) wird der Lehrperson direkt zugestellt.

Dauert die Lohnsistierung insgesamt mehr als sieben Monate, muss das Unfallrisiko durch die Krankenkasse versichert bzw. die Sistierung der Unfalldeckung bei der Krankenkasse aufgehoben werden.

BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich
Dauert die Lohnsistierung des unbezahlten Urlaubs über einen Monat bis zu einem Jahr, werden Versicherungsschutz und Beitragspflicht eingestellt. Die Versicherung gegen die Risiken Tod und Invalidität entfällt mit Urlaubsbeginn. Die Lehrperson hat die Möglichkeit, den Versicherungsschutz gegen die Risiken Tod und Invalidität auf eigene Rechnung vom Urlaubsbeginn bis zum Ende der Lohnsistierung weiterzuführen.
Das Antragsformular kann per Mail, personal@vsa.zh.ch, bestellt werden und dieses wird der Lehrperson zusammen mit der Urlaubsverfügung zugestellt. Die BVK stellt der Lehrperson frühestens einen Monat vor Urlaubsbeginn Rechnung für die Prämie. Die Prämie muss in jedem Fall vor Urlaubsbeginn beglichen werden. Eine nachträgliche Deckung ist nicht möglich.
Dauert die Lohnsistierung länger als ein Jahr, wird das Versicherungsverhältnis aufgelöst.