Abwesenheit & Urlaub

Entlastung für ein öffentliches Amt

Lehrpersonen und Schulleitungsmitglieder haben die zuständige Stelle zu orientieren, bevor sie sich für ein öffentliches Amt zur Verfügung stellen oder sich dafür bewerben. Die Meldepflicht besteht für alle öffentlichen Ämter, also auch für solche mit Amtszwang.

Eine Bewilligung ist erforderlich, wenn durch die Ausübung des öffentlichen Amtes Unterrichtslektionen beansprucht werden oder vereinbarte Arbeitszeit (Sollzeit) tangiert wird. Von der Bewilligungspflicht ausgenommen sind Ämter mit Amtszwang.

Die Bewilligung zur Ausübung eines öffentlichen Amtes kann an die Bedingung geknüpft werden, dass die Unterrichtsverpflichtung und die übrigen Berufspflichten durch das Amt möglichst wenig beeinträchtigt werden. Sie kann verweigert und damit die Ausübung des öffentlichen Amtes untersagt werden, wenn das öffentliche Amt mit der Anstellung bei der betreffenden Schulgemeinde nicht vereinbar ist oder wenn es die Lehrperson oder das Schulleitungsmitglied übermässig in Anspruch nehmen würde. Vor einem abschlägigen Entscheid sind alle Möglichkeiten zu prüfen.

Eine allfällige Entlastung wird bei der Lehrperson durch die wöchentliche Reduktion der Lektionenverpflichtung bei gleichbleibender Entlöhnung gewährt. Schulleitungsmitglieder werden ohne Lohneinbusse in einem festzulegenden Umfang von der Arbeitsleistung und im Rahmen des Möglichen von der Arbeitslast entbunden.

Der Entlastungsanspruch für Lehrpersonen und für Schulleitungsmitglieder beträgt maximal 10% des vereinbarten Beschäftigungsgrades. In welchem Umfang eine Entlastung konkret erfolgt, hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Dazu hat die Lehrperson bzw. das Schulleitungsmitglied zu melden, in welchem Umfang Arbeitszeit für das öffentliche Amt eingesetzt werden muss. Bei Schulleiterinnen und Schulleitern wird die Entlastung anteilsmässig auf die beiden Anstellungen verteilt. Die Schulpflege beantragt beim Volksschulamt die Entlastung unter Einreichen der notwendingen Unterlagen.