Wiederaufnahme Präsenzunterricht

Schulbetrieb ab 8. Juni 2020

Die obligatorischen Schulen im Kanton Zürich nehmen ab 8. Juni 2020 wieder den Vollbetrieb auf. Das bedeutet:

  • Die Beschränkung der Gruppengrössen auf 15 Schülerinnen und Schüler fällt weg.
  • Es wird wieder nach dem ordentlichen Stundenplan unterrichtet.
  • Das ordentliche Betreuungsangebot steht wieder zur Verfügung.
  • Die Abstands- und Hygienemassnahmen gelten weiterhin.
  • Die COVID-19-Grundprinzipien  des BAG für die obligatorischen Schulen gelten weiterhin (u.a. keine Veranstaltungen und keine Lager, Vorschriften Verpflegung)
  • Freifächer, freiwillige Kurse und HSK-Unterricht können wieder im Präsenzunterricht stattfinden.
  • Lehrpersonen mit einem erhöhten gesundheitlichen Risiko müssen weiterhin keinen Präsenzunterricht erteilen.

Die Bildungsdirektorin wird sich beim Bund dafür einsetzen, dass Vorgaben in den Covid-19-Grundprinzipien des BAG gelockert werden und alle Bildungsinsitutionen möglichst schnell wieder zum Normalbetrieb wechseln können.

Personelle Fragen

Eine Zusammenstellung zu Themen wie gefährdete Personen, Vikariate, Arbeitsleistung.

Eine Information für Vikarinnen und Vikare zum Arbeitsverhältnis und zur Arbeitslosigkeit.

Betreuung

Mit der Wiederaufnahme des gesamten Präsenzunterrichts ab dem 8. Juni 2020 bieten die Gemeinden wieder das gewohnte bedarfsgerechte Angebot an schulergänzender Betreuung an.

Es gelten weiterhin die Covid-19-Grundpinzipien des BAG für obligatorische Schulen. Neben den Hygienemassnahmen für den Unterricht  insbesondere zusätzlich für die Mahlzeitenausgabe für die Schülerinnen und Schüler:

  • keine Essensselbstbedienung, ebenfalls keine eigene Besteckbedienung
  • möglichst zeitlich gestaffeltes Personenaufkommen
  • Schutzeinrichtungen für das auszugebene Essen und das bedienende Personal (zum Beispiel Plexiglasscheiben).

Pädagogisches

In der ersten Phase nach Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts ist wichtig, dass die Lehrpersonen mit ihren Schülerinnen und Schülern eine Standortbestimmung vornehmen und Gelegenheiten schaffen, Lernrückstände auszugleichen. Der Unterricht soll dennoch nicht überladen werden. Ausser bei den Abschlussklassen können Rückstände auch im ersten Semester des Schuljahres 2020/21aufgeholt werden.

  • Die Lehrpersonen gestalten den Unterricht so, dass insbesondere diejenigen Schülerinnen und Schüler, die vor einem Übertritt in die Sekundarschule, in die Mittelschule oder in eine Berufsausbildung stehen, die Ziele in Mathematik, Deutsch, den Fremdsprachen und wenn möglich im Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft am Ende des Schuljahres erreichen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Anschlussfähigkeit.
  • In der Sekundarschule ist zusätzlich ein Schwerpunkt bei der Beruflichen Orientierung und der Weiterführung des Berufswahlprozesses zu setzen.
  • Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedürfnissen erhalten im Rahmen des Präsenzunterrichts und der sonderpädagogischen Massnahmen (integrative Förderung, Deutsch als Zweitsprache, Therapien, Begabtenförderung und integrierte Sonderschulung) Unterstützung beim Aufarbeiten allfälliger schulischer Lücken.
  • Für die Therapien gelten die Schutzkonzepte der Fachverbände (Logopädie, Psychomotoriktherapie, Psychotherapie nur für Mitglieder).
  • Die Lehrpersonen der Risikogruppe unterstützen die Schulleitung und die Lehrpersonen aus dem Homeoffice. Zu prüfen ist, ob sie auch einzelne Schülerinnen und Schüler beim Kompetenzerwerb und beim Aufholen von Lernrückständen begleiten oder den Fernunterricht für jene Schülerinnen und Schüler sicherstellen können, die aufgrund einer COVID-19-Erkrankung in der Familie in Quarantäne weilen.
  • Überprüfen, welche digitalen Elemente aus dem Fernunterricht unter Berücksichtigung des Datenschutzes weiter verwendet werden sollen und können.
     

Coronavirus - gesundheitliche Fragen

Mit der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts stellen sich den Schulen viele Fragen zu Übertragbarkeit, notwendigen Hygienemassnahmen, Umgang mit infizierten Personen etc. 

Antworten dazu sind auf der Webseite der Bildungsdirektion zusammengestellt. Sie gelten für alle Bildungsstufen.

Contact-Tracing

Informationen zur Umsetzung des Contact-Tracings in obligatorischen Schulen und in familienergänzenden Betreuungseinrichtungen im Kanton Zürich

Kurzfilm «Coronavirus und Schule»

Der kurze Film vom BAG (eine gute Minute) zeigt den Schülerinnen und Schülern in wenigen einprägsamen Bildern, welchen Einfluss das neue Coronavirus auf ihren Schulalltag hat. Er erklärt den Kindern, dass sie sich schützen können und ruft die Regeln zum Händewaschen und Grüssen in Erinnerung.

Die spezifischen Massnahmen des jeweiligen Schulhauses können direkt im Anschluss an den Film erläutert werden. Von der Webseite des BAG kann das Plakat mit den Hygiene- und Verhaltensregeln, die für Schülerinnen und Schüler gelten, heruntergeladen werden.

Hinweis zu Kindern mit Vorerkrankung

Da es im Schulfeld teilweise Unsicherheiten im Umgang mit vorerkrankten Kindern gibt, informiert die kantonale Schulärztin an dieser Stelle.

"Alle Kinder, die vor COVID-19 die Schule besucht haben, dürfen sie ab dem 11. Mai 2020 wieder besuchen. Die bekannten Risikofaktoren für Erwachsene gelten für Kinder nicht. Nach sorgfältiger Durchsicht aller Daten und nach Rücksprache mit verschiedenen pädiatrischen Spezialistengesellschaften gibt es keine Erkrankungen, die spezifisch für schwere Verläufe von COVID-19 prädisponieren. Einzelne Ausnahmefälle von generell schwerst infektionsgefährdeten kritisch-kranken Kindern gibt es. Hier ist der Dialog mit dem zuständigen Fachspezialisten zu suchen."

Weitere Antworten zu gesundheitlichen Fragen finden Sie unter: Link

Vorbereitung für den 11. Mai 2020 - Checkliste

Das Volksschulamt hat die Vorgaben von Bund und Kanton für die Schulen in einem Dokument zusammengestellt und die Planungsschritte (Vorbereitung, erste Tage, weitere Themen) gegliedert.

Es gibt ein Dokument für Regelschulen und eines für Sonderschulen.

Weitere Themen

Verzicht auf Zeugnisnoten

In den Schulen im Kanton Zürich ist seit Mitte März der Präsenzunterricht eingestellt und Prüfungen werden nicht benotet. Der Bildungsrat hat deshalb entschieden, auf Zeugnisnoten am Ende des Schuljahres zu verzichten.

Detaillierte Informationen und Erwägungen finden Sie im Bildungsratsbeschluss und unter Zeugnisse&Absenzen.

Lernberichte im sonderpädagogischen Bereich:
Lernberichte aufgrund angepasster Lernziele gemäss § 10. Abs. 2 des Zeugnisreglements müssen nicht, können aber ausgestellt werden, falls es für die weitere Planung der sonderpädagogischen Massnahmen nötig und sinnvoll erscheint.