Unterrichtseinstellung

Aussetzen des Unterrichts und Anbieten einer Betreuungsmöglichkeit

Seit Montag, 16. März 2020, ist als Massnahme gegen die Weiterverbreitung des Coronavirus in allen öffentlichen und privaten Schulen der Präsenzunterricht bis mindestens Ende Frühlingsferien eingestellt. Dies umfasst sämtliche Angebote der Schule (Unterricht, Förderangebote, Instrumentalunterricht, etc.). 

Das Volksschulamt hat Ihnen erste Unterstützungsmaterialien
für die Umsetzung zusammengestellt. Diese Seite wird laufend aktualisiert.

Link: Leitungszirkulare

Personalrechtliche Fragen

Eine Zusammenstellung zu Themen wie Lohnfortzahlung, Vikariate, Arbeitsleistung, gefährdete Personen.

Bei einer Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts gilt die nachstehende Weisung:

Betreuung und Eltern

Der Regierungsrat hat eine Verordnung erlassen, welche die Gemeinden verpflichtet, ein minimales Betreuungsangebot sicherzustellen. Dieses gewährleistet insbesondere die Betreuung der Kinder von Eltern, deren Arbeitstätigkeit für die Versorgung der Bevölkerung unerlässlich ist. Link zur Verordnung.

Darüber hinaus sind die Gemeinden verpflichtet, für den Vorschulbereich ein minimales Betreuungsangebot sicherzustellen. Für den Vorschulbereich können sie private Trägerschaften zur Führung einer Kindertagesstätte verpflichten.

Für die Betreuung in der Schule sind die Merkblätter von kibesuisse zu Massnahmen im Zusammanhang mit dem Coronavirus hilfreich. 

Muster-Elternbrief, der auch Hinweise zum Verhalten in der Freizeit enthält:

Ist die Gemeinde verpflichtet, wegen Corona zusätzliche Betreuungsangebote einzurichten?

Der Regierungsrat hat am 19.03.2020 eine Verordnung erlassen, welche die Ge-meinden verpflichtet, ein minimales Betreuungsangebot sicherzustellen:
Dieses gewährleistet insbesondere die Betreuung der Kinder von Eltern, deren Arbeitstätigkeit für die Versorgung der Bevölkerung unerlässlich ist.

Es gilt weiterhin der Grundsatz, dass kein Kind unbetreut bleiben darf. In Einzelfällen kann deshalb in weiteren Notsituationen eine Betreuung angeboten werden. In Zweifelsfällen ist mit dem Volksschulamt Rücksprache zu nehmen.

Darüber hinaus sind die Gemeinden verpflichtet, für den Vorschulbereich ein minimales Betreuungsangebot sicherzustellen. Für den Vorschulbereich können sie private Trägerschaften zur Führung einer Kindertagesstätte verpflichten.

 

Welche Berufe fallen unter den Begriff "für die Versorgung der Bevölkerung unerlässlich"?

Die Verfügung bedeutet für die Volksschulen:

  • Die Schülerinnen und Schüler werden wenn immer möglich zu Hause betreut.
  • Kinder von Eltern, deren Arbeitstätigkeit für die Versorgung der Bevölkerung unerlässlich ist, werden in der Schule betreut, wenn die Eltern einen Bedarf anmelden.


Dazu zählen folgende Tätigkeiten:

  •  Gesundheit, Pflege und Altersbetreuung
  •  Sicherheit (Polizei, Feuerwehr, Justizvollzug, Militär, Zivilschutz, Zivildienst)
  • Verkehr (öffentlicher Verkehr, Taxi und private Busse, wenn Grundversorgung)
  • Infrastruktur (Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung, Telematik, Reinigung ohne Reinigung in Privathaushalten)
  • Logistik (einschliesslich Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und anderen lebensnotwendigen Gütern)
  • öffentliche Verwaltung oder Institutionen mit einem öffentlichen Auftrag (soweit die ausgeübte Funktion unerlässlich ist),
  • Medien (ohne Werbe- und Kommunikationsagenturen)
  • Kinder von Eltern, die aus wichtigen Gründen auf Betreuung angewiesen sind, werden ebenfalls betreut. Letzteres ist insbesondere gegeben aus Gründen des Kindesschutzes, d.h. für Kinder, die sich in sozial oder erzieherisch schwierigen familiären Verhältnissen befinden und bei denen von der Sozialbehörde oder der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) eine externe Betreuung angeordnet wurde. 

Welchen zeitlichen Umfang muss die Betreuung abdecken?

Das Betreuungsangebot richtet sich nach dem ausgewiesenen Bedarf der Eltern und kann Morgenbetreuung, Mittagsbetreuung, Betreuung während der Stundenplanzeiten und Nachmittagsbetreuung umfassen.

Muss auch in den Ferien Betreuung angeboten werden?

Ja, die in der Verordnung des Regierungsrates als "minimal" definierte Betreuung muss auch in den Ferien angeboten werden.

Gilt das Versammlungsverbot von über fünf Personen auch für die Betreuung?

Solange man sich mit den Kindern nicht im öffentlichen Raum aufhält, ist dieses Verbot nicht gültg. Trotzdem empfiehlt das Volksschulamt die Gruppengrösse von max. fünf Kindern auch in der Betreuung einzuhalten.

Fernunterricht

Lernen zu Hause: Neue Service-Webseite der PH Zürich

Die PH Zürich stellt Tools und Informationen zur Verfügung, die sich in der eigenen Praxis bewährt haben und auch bezüglich des Datenschutzes mit gutem Gewissen weiterempfohlen werden können. 

Die Link-Sammlung bietet Empfehlungen für digitale Lerntools ebenso wie für Offline-Aktivitäten, Tipps für den Fernunterricht und besonders auch Materialien in Fremdsprachen und vieles mehr. Die Inhalte richten sich vorerst hauptsächlich an Lehrpersonen der Volksschule und an Eltern und werden laufend verfeinert und vervollständigt. 

Sonderlizenzen des LMVZ für digitale Lehrmittel

Um Schulen in dieser besonderen Lage beim E-Learning zu unterstützen und einen möglichst reibungslosen Fernunterricht zu ermöglichen, stellt der Lehrmittelverlag Zürich kostenlos Sonderlizenzen für Primar- und Sekundarklassen zur Verfügung.

Die Sonderlizenzen enthalten alle verfügbaren digitalen Lehrmittel der jeweiligen Klassen, schliessen zum Teil auch Lösungen ein und sind bis zu den Sommerferien 2020 verfügbar. Digitale Anleitungen zum Erwerb der Lizenzen werden ebenfalls zur Verfügung gestellt.

FAQ zu Unterrichtsorganisation, Chancengerechtigkeit und Beurteilung

Muss der Lehrplan trotz Schulausfall wegen Corona eingehalten werden?

Grundsätzlich ja. Massgeblich für die Unterrichtsgestaltung durch die Lehrpersonen ist die Erreichung der Lernziele nach Zyklus. Dennoch ist klar, dass mit Fernunterricht die Lernziele nicht in allen Fachbereichen und Modulen gleichermassen erreicht werden können.

Gibt es einen Mindestumfang an Wochenlektionen in denen der Fernunterricht stattfinden muss?

Die Schule bzw. die Lehrpersonen passen den Umfang der Aufgaben und Lernmaterialien dem Alter und dem Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler an. Die Zeiten für das Fernlernen müssen dem Alter entsprechend aufgebaut und das Lernen muss gut strukturiert werden. Die Schülerinnen und Schüler müssen die Aufgabenstellung der Aufgaben verstehen und die Arbeitstechnik kennen. Die Aufgaben müssen ohne fachliche Hilfe der Eltern oder Erziehungsberechtigten lösbar sein.

Die Schulen und Lehrpersonen können sich an den in einer PDF-Datei festgehaltenen Richtwerten orientieren (siehe oben "FAQ Fernunterricht").

 

Wie geht es mit dem Projektunterricht an der 3. Sek weiter?

Solange nicht klar ist, wann der Präsenzunterricht wieder aufgenommen werden kann, muss diese Frage individuell vor Ort beantwortet werden. Allenfalls besteht die Möglichkeit, die Arbeit zu Hause mit den zur Verfügung stehenden Mitteln (Internet etc.) weiterzuführen.

Wie kann die Begleitung von sozial und/oder sprachlich benachteiligten Kindern durch die Lehrpersonen in dieser Phase chancengerecht gestaltet werden?

Wichtig ist, dass der Kontakt zwischen der Schule und den sozial und/oder sprachlich benachteiligten Schülerninnen und Schülern erhalten bleibt. Speziell diese Kinder und Jugendlichen sind auf eine konkrete schulische Ansprechperson und eine enge Betreuung angewiesen. Die Lehr- und Fachpersonen sprechen sich ab, wer für welche Kinder bzw. welche Jugendlichen direkte Ansprechperson und somit für ihre Anliegen zuständig ist. Der Kontakt kann per Telefon, Chat, Skype, Messengern oder Briefpost gepflegt werden. Angebote für einzelne Schülerinnen und Schüler im Schulhaus sind grundsätzlich nicht vorgesehen. In absoluten Ausnahmefällen können Einzelstunden angeboten werden, wenn keine andere Form des Fernunterrichts möglich ist, um Unverstandenes zu klären und weitergehende Unterstützung zu geben. Ebenso sind neben formativen Rückmeldungen auch Fragen zum Wohlbefinden und den Erlebnissen während der Woche wichtig.
 

Können im Fernunterricht Prüfungen, Lernzielkontrollen und andere Beurteilungen der Schülerinnen und Schüler stattfinden?

Vorerst sollen keine summativen Prüfungen und Lernzielkontrollen durchgeführt werden. Allerdings sollen Lehr- und Fachpersonen den Lernprozess von Schülerinnen und Schülern mit Feedbacks unterstützen und Lerndialoge führen (formative Beurteilung).

Verzicht auf Zeugnisnoten

In den Schulen im Kanton Zürich ist seit Mitte März der Präsenzunterricht eingestellt und Prüfungen werden nicht benotet. Der Bildungsrat hat deshalb entschieden, auf Zeugnisnoten am Ende des Schuljahres zu verzichten.

Detaillierte Informationen und Erwägungen finden Sie im Bildungsratsbeschluss.

Lernberichte im sonderpädagogischen Bereich:
Lernberichte aufgrund angepasster Lernziele gemäss § 10. Abs. 2 des Zeugnisreglements müssen nicht, können aber ausgestellt werden, falls es für die weitere Planung der sonderpädagogischen Massnahmen nötig und sinnvoll erscheint.